Tierarztpraxis Hirschstetten
 
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Kontakt:
Berresgasse 4/3/2
1220 Wien

tierarztpraxis-hirschstetten@aon.at

Tel.: 01 / 280 10 90
Notfälle: 0664 20 80 364

Ordinationszeiten:
MO-FR 10-12 / 17-19 Uhr
SA 10-12 Uhr

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Die richtige Ernährung

kaninchen Wichtig ist eine regelmäßige Fütterung, denn kontinuierliches Fressen ist für eine normale Darmfunktion bei Kaninchen und Meerschweinchen unbedingt erforderlich - sie dürfen niemals hungern!

Das Hauptfutter für Kaninchen ist gutes Heu, das am besten aus einer Heuraufe gefüttert wird, um eine Verschmutzung durch Harn und Kot zu vermeiden. Beim ständigen Kauen von Heu reiben sich die lebenslang wachsenden Zähne regelmäßig ab. Neben Heu darf das Kaninchen verschiedenstes Gemüse fressen. (z.B. Fenchel, Möhren, Sellerie, Gurken, Paradeiser, Karotten, Paprika, Radieschen-und Salatblätter, Chinakohl, kleine Mengen von Kohlrabi, sowie im Sommer ev. Löwenzahnblätter). Als Leckerbissen können Sie kleine Mengen Obst füttern (keine Birnen und Zwetschken, da diese sehr stark blähen). Die in Tierhandlungen käuflichen Trockenfuttermischungen sollten nur den kleinsten Teil der Futterration ausmachen und nur einen geringen Anteil an Körnern und möglichst kaum getrockneten Mais, Haferflocken oder Nüsse enthalten. Pro Tier und Tag reichen 1-1,5 EL völlig aus. Zum Knabbern kann man Zweige von Birken oder Obstbäumen geben. Ein Salzleckstein sollte in keinem Käfig fehlen, wird er aber angeknabbert, muss er wieder entfernt werden.

Bei Meerschweinchen muss man unbedingt darauf achten, Vitamin C mit dem Futter zuzuführen. Besonders reich an Vitamin C sind Hagebutten, Brennnesseln, Petersilie, Paprika, Broccoli, Kiwi, Erdbeeren, Orangen (in absteigender Reihenfolge).

Jedes Tier benötigt auch immer frisches Trinkwasser. Gut geeignet sind spezielle Tränkeflaschen für Nager, die man bequem am Käfiggitter befestigen kann. Solche Flaschen werden im Tierbedarfshandel um wenig Geld angeboten.

 

Fütterungsfehler und deren Folge

kaninchen
Der häufigste Fehler ist ein Mangel an Rohfaser wie Heu und grob strukturiertes Frischfutter. Dies führt einerseits zu einer Instabilität der natürlichen Magen–Darm–Flora und andererseits ist der nötige Zahnabrieb nicht gewährleistet und es kann zu Zahnfehlstellungen kommen. Diese sind oft so schwerwiegend, dass die Tiere keine weitere Nahrung aufnehmen können. Durch diese Hungerphase kommt es zu einer Herabsetzung der Darmbewegungen und in weiterer Folge innerhalb kürzester Zeit zu sehr schmerzhaften, gefährlichen bis sogar lebensbedrohlichen Fehlgärungen.
  • Zu viele Kohlehydrate (z.B. Getreide und Getreideprodukte), Nahrungsmittel mit einem hohen Eiweißgehalt (z.B. junges Gras) oder stark blähende Futtermittel (z.B. Weißkohl) bewirken übermäßige Gärprozesse im Darm und damit schmerzhaft aufgeblähte Darmabschnitte.
  • Zuviel Fett in Fertigfutter aber auch in Nüssen oder Sonnenblumenkernen führt rasch zu ungesundem Übergewicht.
  • Brokkoli, Kohlrabiblätter, und alle Kräuter enthalten sehr viel Kalzium - ein Zuviel davon erhöht das Risiko der Blasensteinbildung.
  • Plötzliche Futterumstellungen bringen die Darmflora oft gefährlich aus dem Gleichgewicht.
  • Auch ungeeignetes Futter (z.B. schimmliges Brot, Süßigkeiten, Schokolade, etc.) führt zu schmerzhaften Tympanien.
Pflege

Krallen, Ballen:
Die Länge der Krallen muss regelmäßig kontrolliert werden, da die Tiere sonst hängen bleiben können und sich dabei verletzen, oder durch das Einrollen der Krallen beim Hoppeln behindert sind. Bei hellen Krallen sieht man wo man die Kralle kürzen darf, da das Krallenbein mit den Blutgefäßen und Nerven als rosa Zapfen in der Kralle sichtbar ist.
Bei übergewichtigen Tieren können Ballenabszesse auftreten, die sich nach einer Entzündung der Fußballen bilden. Die Haut ist gerötet und es entstehen blutige Krusten, die ohne Behandlung nicht von selbst abheilen.

Zähne:
Vor allem kurzköpfige Kaninchen haben Probleme mit den Zähnen. Schuld ist eine Verkürzung des Kiefers, wodurch die Zähne, die zeitlebens wachsen, nicht ausreichend abgeschliffen werden und so lang werden können, dass sie das Fressen unmöglich machen und/oder Lippen und Zahnfleisch verletzen. Regelmäßige Kontrolle der Länge durch den Besitzer und Korrektur der Zähne durch den Tierarzt ist daher besonders wichtig. Die Häufigkeit der Korrektur ist abhängig vom Ausmaß der Fehlstellung (im Durchschnitt alle 6-8 Wo). Neben dieser angeborenen Ursache für übermäßiges Zahnwachstum können auch falsche Ernährung und zu wenig Knabbermöglichkeiten schuld sein.

Haarkleid:
Kaninchen putzen sich ausgiebig und halten ihr Haarkleid sauber. Gesundes Haar ist glänzend, anliegend, und soll sich nicht fettig oder struppig anfühlen. Sieht das Fell aber glanzlos, struppig aus, womöglich sind Schuppen bzw. haarlose Stellen vorhanden oder liegt Juckreiz vor ist etwas nicht in Ordnung, und Sie sollten unverzüglich einen Untersuchungstermin mit uns ausmachen. Ursachen dafür können Parasiten wie Haarlinge oder Milben, Hautpilze aber auch Allergien, Fütterungsfehler u. v. a. mehr sein.

 

Impfungen von Kaninchen

Wer sich Kaninchen hält, sollte sich auch Gedanken darüber machen, diese zu impfen - unabhängig davon, ob sie in Innen - oder Außenhaltung leben.

Krankheiten wie Myxomatose und RHD (Rabbit Haemorrhagic disease) verlaufen ohne Impfung zu 99% tödlich. Der ursächliche Virus beider Krankheiten wird durch Stechmücken, Flöhe, Zecken, Läuse oder Milben übertragen. Aber auch eine Ansteckung von Kaninchen zu Kaninchen oder durch Ihre Kleidung und Schuhe ist möglich. Deshalb sollten auch Kaninchen, die in Innenhaltung leben, geimpft werden. Im Einzugsbereich von Wien konnten immer wieder infizierte Steckmückenschwärme ausgeforscht werden

Tipp: Wir bieten Ihnen in unserer Ordination terminlich gestaffelte "Impfwochen" an. Durch Teilnahme an dieser Impfaktion können wir Ihnen einen optimierten Impfstoff zur Verfügung stellen und somit den bestmöglichen Impfschutz für Ihr Kaninchen garantieren.

Nutzen Sie den jährlichen Impftermin für eine Gesundenuntersuchung, eine Zahn- und Nägelkontrolle Ihres Tieres und für ein persönliches Impfgespräch!

Impfplan Kaninchen

Häufige Erkrankungen

Verdauungsstörungen
Kaninchen haben 2 Sorten von Kot: Einerseits die allseits bekannten harten und trockenen Kotkügelchen. Andererseits den sogenannten Blinddarmkot (Caecotrophe). Da dieser Blinddarmkot wichtige Nährstoffe und Vitamine enthält, wird er normalerweise sofort vom Kaninchen gefressen. Manchmal jedoch findet man nicht sofort verzehrten Blinddarmkot im Käfig und sollte ihn nicht mit Durchfall verwechseln. Die Caecotrophe besteht aus mit Schleim überzogenen, weichen Kotbällchen, die traubenartig angeordnet sind und intensiv riechen.

Durchfall
Bei Durchfall sind auch die normalerweise harten Kotkügelchen mehr oder weniger weich und das Hinterteil des Tieres ist verschmutzt.Ursachen für Durchfall können verdorbenes Futter, zuviel Grünfutter bei Tieren, die nicht daran gewöhnt sind bzw. wenn im Frühjahr das erste Mal wieder Löwenzahn in zu großer Menge verfüttert wurde. Aber auch Darmparasiten oder eine entgleiste Bakterienflora kann Durchfall hervorrufen. Um Parasiten als Ursache auszuschließen, sollten Sie uns etwas Kot für eine parasitologische Untersuchung bringen. Zusätzlich zur medikamentösen Therapie muss eine Diät, bestehend aus ausschließlich Heu und Wasser, eingehalten werden, bis der Durchfall abklingt.

Blähungen (Tympanie)
Wenn bereits angefaultes oder selbsterhitztes Futter gefressen wird oder nach Verfütterung stark blähender Nahrung (Birnen, Zwetschken, Klee oder zu viel Kohl) kann es zur Tympanie kommen. Aber auch Parasitenbefall kann eine Ursache sein.
Wenn eine Blähung vorliegt, hat das Kaninchen einen dickeren Bauch als sonst, sitzt viel in einer Ecke, putzt sich weniger und manchmal klopft es auf den Boden. In schlimmen Fällen beobachtet man auch eine erschwerte Atmung. Bleibt hier eine tierärztliche Behandlung aus, kann es durch den stark aufgeblähten Bauch zu Kreislaufstörungen und Atemnot kommen, die im aller schlimmsten Fall auch zum Tod führen können. Verhindern kann man diese Verdauungsstörungen, indem man nicht gefressenes Futter mindestens einmal täglich (im Sommer öfters) entfernt bzw. blähende Futtermittel nur in geringen Mengen reicht. Wichtig zur Vermeidung von Verdauungsstörungen ist auch regelmäßiger Auslauf. Je mehr das Kaninchen Hoppeln darf, umso besser funktioniert die Verdauung.

Abszesse und Tumore
Bei Kaninchen treten relativ häufig Abszesse und Tumore auf. Sollten Sie bei Ihrem Liebling einen mehr oder weniger harten Knoten oder eine Umfangsvermehrung entdecken, bringen sie uns Ihr Tier möglichst schnell !
Sollte es sich um einen Tumor handeln, sind die Aussichten auf Heilung umso besser, je früher eine Therapie beginnt.

Atemwegserkrankungen
Häufiges Niesen, Putzen der Nase, Nasenausfluss, verklebte Haare an der Innenseite der Vorderläufe, erschwerte bzw. pumpende Atmung und Atemgeräusche weisen auf eine Atemwegserkrankung hin. Auslösende Faktoren können staubiges Heu oder Einstreu, Zugluft, zu niedrige Temperaturen, Stress u. a. mehr sein.